Geistlicher Impuls

O   König aller Völker,
ihre Erwartung und ihre Sehnsucht;
Schlussstein, der den Bau zusammenhält:

O   komm,
und errette den Menschen,
den du aus Erde gebildet!
 O-Antiphon vom 22.12.

Die Tage werden kürzer und dunkler. Es ist Adventszeit. Aus der Dunkelheit dieser Tage, besonders aber aus der Finsternis der menschlichen Existenz heraus, rufen wir Christen: O KOMM!
Ab dem  17. Dezember wird es wieder so weit sein: Wir Geschwister der Christusbruderschaft reihen uns in eine altkirchlichen Tradition ein: Das Singen der O-Antiphonen - einem Gesang, der das Magnificat, das Lied der Maria, einrahmt.  

Diese Gesänge mit wechselnden Texten laden uns zum Rufen und Staunen ein:
Zum Rufen, weil wir in unserer Sehnsucht nach Heil und Erlösung nicht stumm bleiben müssen. Weil wir dem Schrei dieser Welt nach Rettung und Hilfe in einem Ruf Ausdruck geben dürfen: O Komm!
Zum Staunen, weil da einer ist, dessen Leuchten wir schon erahnen, der Namen voller Geheimnis und Verheißung hat: Der König aller Völker, der Morgenstern, Immanuel  - König und Lehrer, Adonai …

Der große Ausruf des Staunens, das „O“ möchte nicht nur unseren Mund weit machen, sondern auch unser Herz - alle unsere Hoffnungen und Wünsche, unsere Sehnsucht und Verzweiflung, unsere Liebe und unsere Angst dürfen wir in dieses „O“ legen.  
So lädt uns dieser altkirchliche Ruf  in dieser Adventszeit wieder ein, in Beziehung zu treten mit dem, der uns geschaffen hat und kommt, uns zu befreien aus der Dunkelheit dieser Welt. Gehen wir IHM entgegen und rufen: O KOMM!
 
Impuls von Sr. Elise Stawenow, Ordenshaus Selbitz

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