Geistlicher Impuls

Vom Sämann   Matthäus 13,3-9
 
Impuls von Sr. Barbara Müller, Gästehaus Selbitz

Ein Gleichnis. Jesu hat gerne Gleichnisse erzählt um seine Botschaft anschaulich zu machen. Die Beispiele sind aus seinem alltäglichen Leben und dem Leben der Menschen um ihn herum, genommen. Wie säen geht wusste jeder, auch die Fischer. Sogar wir heutigen Menschen können mit diesem Bild etwas anfangen. Die meisten von uns haben schon mal was gesät. Vielleicht Sonnenblumenkerne oder Kresse Samen auf Zellstoff gezogen um das Abendessen zu würzen.

Wenn wir den Sämann betrachten, von dem Jesus erzählt, dann begegnet uns ein reichlich unbekümmerter Mensch. Ihm scheint es nicht darauf anzukommen wo seine Samen hinfallen. Auch hat er einen Acker, der nur teilweise brauchbar und fruchtbar ist. Da gibt es Dornen und Steine, sogar Felsen. Das scheint ihn nicht zu stören. Freigiebig streut er den Samen aus, egal wo er hinfällt. Sogar der Weg bekommt einiges ab. Er hat ja genug.
Unsere Landwirte haben Maschinen, die das Saatgut punktgenau ausbringen. Aber auch von einem Landwirt der damaligen Zeit kann ich mir nicht vorstellen, dass er derart verschwenderisch und unbekümmert mit seinem Saatgut umgegangen ist.
Was will uns Jesus damit sagen? Er vergleicht die verschiedenen Ackerflächen mit Menschen, die das Wort vom Reich Gottes hören und entsprechend darauf reagieren. Das Reich Gottes, das ist sein Machtbereich, das ist er, Gott, selber. In Jesus ist das Reich, ist Gott da. Zu Beginn seines Wirkens sagte Jesus in der Version des Matthäus: „Kehrt um, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen.“

Auf diese Botschaft kann man unterschiedlich reagieren. Vermutlich werden wir uns mit allen Ackerflächen, die Jesus nennt, identifizieren können.Wir kennen den Weg und die Vögel, die alles wegpicken – tiefsitzende negative Stimmen, die alles was gut und lebensfördernd ist sofort madig machen, auffressen heißt es im Text. Die Vögel sind keine harmlosen Spatzen sondern Raubvögel. Wir kennen auch den felsigen Boden in uns, das Festgefahrene, Verkrustete, Verhärtete, Verschlossene. Und das Dorngestrüpp aus Sorgen ist uns auch vertraut.

Es geht nicht darum Weg, Vögel, Felsen oder Dornen zu bekämpfen. Am Ende des Gleichnisses sagt Jesus: „Wer Ohren hat zu hören, der höre.“

Hören, was er mir heute sagen will. Ihn bitten, dass er sein Wort und seine Liebe dort hin sät, wo ich es aufnehmen und wachsen lassen kann. Und wenn wir Härte in uns spüren, oder die Sorgen sich nicht vertreiben lassen wollen – er wird damit fertig und kann diese Stellen zu einem guten fruchtbaren Land machen.

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