Christusbruderschaft heute

Gott ruft dem was nicht ist, dass es sei. (Röm. 4,17)

Die Communität Christusbruderschaft Selbitz, ein evangelischer Orden innerhalb der lutherischen Kirche, wurde 1949 von Hanna und Pfarrer Walter Hümmer gegründet. Zentrum der Communität ist das Ordenshaus in Selbitz/Oberfranken. Heute (2022) gehören 102 Schwestern und 3 Brüder der Communität an. Die Tertiärgemeinschaft des Ordens besteht aus 103 Personen, Ehepaaren und Alleinstehenden.

Das Gebet

ist der Atem des gemeinsamen Lebens. Es wird in vielfältiger Weise gestaltet. Gemeinsame und einsame Gebetszeiten geben dem Tag seinen besonderen Rhythmus.

Die Schwestern und Brüder wissen sich berufen,

Gott zu lieben, nach seinem Wort zu leben und zu handeln und in der gegenseitigen Liebe zu wachsen. Durch sie will Gott zu den Menschen kommen, damit sie Vertrauen fassen zum grundlosen Erbarmen Gottes in Jesus Christus.

Die Communität richtet sich an den drei evangelischen Räten aus,

an Armut, Keuschheit, Gehorsam und reiht sich damit in die Ordenstradition der einen christlichen Kirche ein.

Ökumene

Die Gemeinschaft lebt innerhalb und im Gegenüber zur evangelisch lutherischen Kirche in ökumenischer Offenheit. Lebendige z. T. internationale Beziehungen bestehen zu anglikanischen, katholischen, orthodoxen Orden und Kommunitäten und zu freikirchlichen Gemeinden und Gemeinschaften. Das hohepriesterliche Gebet Jesu: "auf dass alle eins seien" ist Auftrag und Ziel.

Archiv

Selig seid Ihr... (2020)

Die Seligpreisungen begleiteten uns in den Exerzitien für Schwestern hier im Ordenshaus im September. Pater Ludwig Dehez von den Jesuiten gab uns dazu wertvolle Impulse. Wir freuen uns über die ökumenische Verbundenheit und erfuhren Stärkung in den Zeiten der Stille, des einsamen und gemeinsamen Gebets und durch die persönlichen Begleitgespräche

Das Wort eines Einsiedlers wurde auch unter uns eine lebendige Erfahrung: „Du suchst Gott: Er sucht dich auch.“

BR: Menschen in Uniform (2020)

Am 18.6.20 drehte Frau Sabine Barth mit ihrem Kamerateam für die Sendung „Stationen“ vom Bayerischen Rundfunk bei uns. Das Thema der Sendung am 1.7.20 war „Menschen in Uniform“. Auch eine Tracht ist eine Uniform im weitesten Sinn, auch wenn es natürlich viel mehr ist, es ist ein Lebenszeugnis dessen was wir leben wollen. Es war eine sehr schöne Zusammenarbeit und hat es uns leicht gemacht, die zu sein, die wir sind.

Wer sich das Ergebnis ansehen möchte, findet den Film in der Mediathek des BR: LINK zum Film in der Mediathek des BR

Begegnung zwischen DOK und KevK (2019)

Begegnung DOK KevK 2019
 

"Zweige wachsen viele an einem Stamm, unser Stamm heißt Christus": So sangen die Mitglieder des Vorstandes der DOK (Deutschen Ordensoberen-Konferenz) und des Koordinationsteams der KevK (Konferenz evangelischer Kommunitäten), als sie sich im Februar zu einer Begegnung in Würzburg trafen. Ein reger Austausch über das, was die Gemeinschaften auf katholischer und evangelischer Seite beschäftigt, vermittelte aufs Neue die Erfahrung, wie wir mit sehr ähnlichen Fragestellungen unterwegs sind und wie nah wir uns in unserer gemeinsamen Berufung sind.

Internationales Ordenstreffen EIIR (2019)

"Mauern niederreißen": Sehr konkret konnte dieses Thema für 38 Ordensleute aus 13 Ländern und sechs verschiedenen christlichen Kirchen werden, als sie sich in unserem Gästehaus zu ihrem 37. internationalen und interkonfessionellen Kongress vom 4. -10. Juli versammelten.
Es ging um die Grenzen zwischen den Konfessionen, um die konkreten Mauerreste, die im einstmals geteilten Dorf Mödlareuth besichtigt wurden, oder auch um die inneren Mauern Fremden gegenüber. Intensiv setzten sich die Teilnehmenden damit auseinander, was dazu helfen kann, solche Barrieren zu überwinden, und fragten auch nach dem Auftrag der Ordensgemeinschaften an dieser Stelle. – In der großen Vielfalt der Sprachen und Traditionen wurde viel miteinander gelacht und diskutiert, manchmal war die "Sprache des Herzens" die einzige Möglichkeit zur Kommunikation. Aber vielleicht ist es ja gerade die, die Mauern am schnellsten zum Einstürzen bringt?

Amtswechsel der Priorin (2018)

Am Sonntag Kantate (29.4.) haben wir den Amtswechsel der Priorin begangen.

Sr. Anna-Maria aus der Wiesche wurde in einem Gottesdienst im Ordenshaus von ihrem Amt entpflichtet. Sr. Birgit-Marie Henniger wurde in das Amt der Priorin eingeführt. Landesbischof Dr. Bedford-Strohm vollzog den Amtswechsel und hielt die Predigt. Musikalisch wurde der Gottesdienst durch Markus Schirmer am Klavier, Schwestern der Communität und dem Selbitzer Posaunenchor unterstützt.

Mit 450 Gästen feierten wir bei schönem Frühlingswetter dieses Fest. Tatkräftige Unterstützung erhielten wir bei der Anreise der vielen Gäste durch die örtliche Feuerwehr, die den Verkehr regelte.

Beim anschließenden Empfang im Gästehaus wurde in verschiedenen Grußworten das vielfältige Engagement von Sr. Anna-Maria gewürdigt und die neue Priorin Sr. Birgit-Marie mit guten Wünschen für ihr Amt bedacht.

Ausreichend Gelegenheit für Begegnung gab es für uns Schwestern und die vielen Gäste aus der regionalen und Landespolitik, kirchlichen Vertretern, Ordensleuten und Freunden der Communität bei einem guten Buffet.

Eine besondere Ehre für die Stadt Selbitz und den anwesenden Bürgermeister Herrn Busch war der Eintrag von Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz und Landesbischof Dr. Heinrich Bedfort-Strohm in das goldene Buch der Stadt.