Gott, du stellst meine Füße auf weiten Raum!
Unter dieser Verheißung und Hoffnung sind wir in das gemeinsame Klausurwochenende gestartet. Wir haben uns damit auseinandergesetzt ob die Zukunft aus einer oder mehreren Zukünften besteht, wie Zukunft in der Wissenschaft und aus der Perspektive von Soziologie gedacht wird. Über alte Worte aus Jesaja 61,1-3 haben wir uns in Kleingruppen ausgetauscht und gestaunt wie sie auch für unser Heute gelten. Besonders berührend ist es immer wieder, wenn Erfahrungen unterschiedlicher Generationen miteinander gehört und ausgetauscht werden.
Die Zukunftsforscherin und Soziologin Christiane Varga-Polzhofer hat uns in eine Denkwerkstatt mit hineingenommen, wie sich im Laufe der letzten Jahrzehnte menschliche Biografien zu Multigrafien entwickelt haben, dass lineares Denken Zukunftsdenken verhindert und dass Zukunft unbedingt davon abhängt wie gut ich meine Gegenwart verstehe. Spannend, beeindruckend und anregend waren die Impulse und das kurze Austauschgespräch.
Im Anschluss sind wir mit Matthias Reinbold von der Weggemeinschaft der Christusträger in Triefenstein ins Gespräch gekommen, haben von ihm und der Gemeinschaft gehört und versucht zu vertiefen, was wir an Impulsen von Christiane Varga-Polzhofer bekommen haben. Am Samstagnachmittag war Raum für Verschiedenes. Man konnte "kreatives Spinnen" über Wohnräume betreiben, sich in eine Imagination zu Zukunftsbildern einladen lassen oder in einem Plenum ins Gespräch kommen.
Mit am Wichtigsten an einem von zwei Terminen im Jahr, an denen möglicht viele Geschwister in Selbitz zusammenkommen, ist das gemeinsame Gebet, der Lobpreis und die Anbetung. Das hatte am Samstagabend Raum und im Gottesdienst am Sonntag, der von verschiedenen Schwestern in besonderer Weise musikalisch gestaltet wurde.