„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geist der Brüderlichkeit be-gegnen.“ (Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, Artikel 1)
Große, richtungsweisende Aussagen sind das, entstanden nach den schlimmen Er-fahrungen des 2. Weltkriegs. Sie sind mir sehr wichtig und ich bemühe mich, mein Handeln an ihnen zu orientieren. Dafür stehe ich ein.
Ich habe die Würde, die Gott jedem Menschen mit seiner Geburt verliehen hat, immer wieder erlebt - in meinem Alltag und auch in meinem beruflichen Leben. Hier bin ich sehr unterschiedlichen Menschen begegnet: Menschen mit schweren Schicksalen, „Mühseligen und Beladenen“; Menschen mit körperlichen und psychi-schen Beeinträchtigungen; Menschen, die wegen Krieg oder Katastrophen aus ih-rem Heimatland flüchten mussten und bei uns in Deutschland eine neue Heimat suchen. Es gibt so viele Menschen, deren Würde und Rechte in Frage gestellt und bedroht werden.
Für solche Menschen setze ich mich ein und versuche, in Gesprächen Verständnis für sie zu erwecken. Ich stelle mich dafür auch gern auf die Straße – mit manchen meiner Mitschwestern; mit meiner Amnesty-Gruppe; mit Menschen aus dem Bünd-nis für Zivilcourage „Hof ist bunt“…
Sr. Edith Schmidt
